Umgang mit der Trauer

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Der Trauerfall - wir sind an Ihrer Seite: Bestattungshaus ZEITLOS Herford


Der Tod kommt meist unerwartet in unser Leben und trifft uns oft unvorbereitet.

Es gibt nicht „die" Trauer. Sie ist immer individuell. Jeder lebt und erlebt die Trauer anders. Trauer ist weder eine Erkrankung, noch eine psychische Störung. Trauer ist eine ganz normale Reaktion des Menschen auf eine Verlusterfahrung. Wir lassen Sie mit Ihrer Trauer nicht alleine und möchten Ihnen die persönliche Abschiednahme ermöglichen. 

 

Jede Person reagiert hierbei ganz unterschiedlich auf diesen Verlust. Wie Trauer erlebt und nach außen getragen wird, hängt von der grundsätzlichen Einstellung des Einzelnen zum Tod ab, aber auch von dessen kultureller sowie religiöser Prägung. Mit der einsetzenden Trauer beginnt ein wichtiger Teil der Verarbeitung des erfahrenen Verlusts. Der Trauer sollte daher genügend Raum und Zeit gegeben werden. Wichtig für den Verarbeitungsprozess ist es, dass der erlittene Verlust vergegenwärtigt und akzeptiert wird. Wir wissen um die Endlichkeit des irdischen Lebens. Und doch fällt es uns schwer, die Realität zu akzeptieren, wenn ein Mensch stirbt, der uns ans Herz gewachsen ist.

Das hätte für unsere Psyche nachweislich ernste Folgen, wenn es nicht einen Weg gäbe, die Situation nach und nach zu bewältigen: den Weg der Trauer. Mit ihr verarbeiten wir den schwersten aller denkbaren Verluste, den Verlust eines geliebten Menschen.

Trauer und Tränen, das sind für uns lebensnotwendige Reaktionen, um den Weg in das eigene Leben zurückzufinden. Statt in Fassungslosigkeit zu verharren, werden wir aktiv: Wir denken an den Menschen, der uns lieb war, ehren ihn mit symbolischen Handlungen und lernen, ihn in unserer Erinnerung zu bewahren und den Verlust auf diese Weise besser zu ertragen. Trauerarbeit braucht immer ihre Zeit, und oft zehrt sie an Körper und Seele.

Der Begriff der Trauer

Um das abstrakte Konstrukt der Trauer zu verstehen, sollten Sie zu Beginn eines wissen: Trauer ist zunächst einmal keine Erkrankung und keine psychische Störung, selbst wenn es die Betroffenen zeitweise tief bewegt und aus der geordneten Bahn wirft. Trauer ist hingegen eine ganz normale menschliche Reaktion – ausgelöst durch eine Verlusterfahrung.

 

 

Trauer-Aufgaben“

Oftmals hilft es trauernden Menschen, wenn sie begreifen, was sie selbst aktiv dafür tun können, die Zeit der Trauer besser zu überstehen. In diesem Sinne liegt dem Trauermodell nach Worden die Ansicht zugrunde, dass der Prozess der Trauer aus vier elementaren Aufgaben besteht, die der Trauernde zu bewältigen hat:

 

Anfangs geht es darum, den Verlust eines geliebten Menschen überhaupt zu begreifen und als Realität zu akzeptieren. Erst wenn einem bewusst ist, dass die betreffende Person nicht nur vorübergehend „abwesend“, sondern tatsächlich tot ist, kann die Trauerarbeit beginnen.

 

Dann geht es darum, den Verlustschmerz zuzulassen, der sich häufig in zwiespältigen Gefühlen äußert – und das über einen unbestimmten Zeitraum. Trauer kann neben der buchstäblichen Traurigkeit nämlich ganz unterschiedliche Gefühle hervorrufen: Wut, Ärger oder Angst. Aber auch Erleichterung, Sehnsucht oder Begehren und viele mehr. Dabei benötigen all diese Gefühle Ihren Platz. Ambivalenz ist hier „normal“ – und auch, dass innerhalb der Familie, des Freundes- oder Bekanntenkreises alle unterschiedliche Gefühle zu verschiedenen Zeiten haben können. Wichtig ist, von anderen nicht zu erwarten, dass sie das Gleiche fühlen, wie man selbst.

 

Die dritte wichtige Aufgabe besteht darin, zu lernen, sich an eine Welt ohne den Verstorbenen zu gewöhnen – sich in einem völlig veränderten Leben zurechtzufinden. Trauernde fühlen sich manchmal bodenlos, wissen nicht, wie das Leben ohne die betreffende Person weitergehen kann. Das rührt vielfach daher, dass erst viel später klar wird, welche Rollen der Verstorbene inne hatte oder welche Aufgaben er erfüllte. Arbeiten müssen dann neu verteilt, Rituale überdacht oder gar die Wohnung ausgeräumt werden.

 

 

Was kann also dabei helfen, sich selbst auf einen neuen Lebensabschnitt einzulassen und dem Verstorbenen einen bestimmten Ort darin zuzuweisen? Darin besteht die letzte der vier „Trauer-Aufgaben“ nach Worden: Wenn akzeptiert wird, dass der Verstorbene wirklich tot ist, kann ihm ein neuer „Platz“ zugewiesen werden. Er sitzt dann nicht mehr wie sonst auf der Veranda in seinem Schaukelstuhl oder kocht die leckere Lasagne, die immer zusammen mit den Kindern verspeist wurde. Stattdessen wird die geliebte Person emotional neu „verortet“ und damit an einem neuen Ort vorstellbar – im eigenen Herzen, im Foto auf dem Kamin, auf dem Friedhof an der großen Eiche oder gar im Himmel.

Trauer zulassen

Sie dürfen traurig sein – von ganzem Herzen! Spüren Sie Ihren Schmerz. Gestatten Sie sich, die Trauer wirklich zu erleben. Fürchten Sie sich nicht vor dem Ausbruch Ihrer Gefühle. Die beste Art, diese schwere Zeit zu überstehen, ist, sie bewusst zu erleben.

Tränen herauslassen

Sie brauchen Ihre Tränen nicht zu unterdrücken. Weinen Sie ruhig, so viel Sie möchten. Irgendwann werden sie von allein aufhören. Und danach fühlen Sie sich deutlich besser. Tränen sind der Beginn des Trostes, sie machen uns frei zu neuem Handeln.

Wut empfinden

Möglicherweise sind Sie wütend auf den Verstorbenen, weil er Sie verlassen hat. Es ist normal, wenn Sie so etwas empfinden. Akzeptieren Sie diese Wut und machen Sie ihr, wenn sie möchten, ruhig etwas Luft: Gehen Sie in den Wald und schreien oder powern Sie sich beim Sport aus. Manchmal reicht aber auch ein leises, aber ehrliches: „Ich bin so wütend auf dich“. Vielleicht sind Sie auch wütend auf sich selbst oder einen anderen Angehörigen. Dann wird es Ihnen guttun, sich selbst zu verzeihen oder das Gespräch mit der Person zu suchen.

Gespräche mit dem Toten

Möglicherweise gibt es Dinge, die Sie dem Verstorbenen nie gesagt haben. Sachen, die Sie noch aussprechen wollten, aber nun für immer ungeklärt bleiben. Das kann zermürbend sein. Gehen Sie zum Grab des Toten und reden Sie mit ihm. Oder schreiben Sie ihm einen Brief. Versuchen Sie sich auf diese Weise auszusprechen und auszusöhnen. Es wird Ihnen guttun.

Überforderung im Alltag

Es kann sein, dass Sie etwas durcheinander und aufgewühlt sind. Plötzlich erscheinen ganz gewöhnliche Dinge fast überwältigend. Alles scheint zu viel. Gestatten Sie sich in diesem Fall, schwach zu sein. Sprechen Sie mit anderen darüber. Es wird vergehen.

Erleichterung spüren

Der Tod eines nahestehenden Menschen kann sich auch erleichternd anfühlen – besonders nach einer langen Leidenszeit. Schämen Sie sich nicht für diese Gefühle. Sie bedeuten keineswegs, dass Sie diesen Menschen nicht geliebt haben.

Dankbarkeit empfinden

Seien Sie dankbar für die gemeinsame Lebenszeit mit dem Verstorbenen. Zählen Sie all die guten Dinge auf, die Sie mit ihm erleben durften – und auch die, die Sie jetzt noch im Leben haben. Dies kann Ihnen in der schwierigen Zeit Hoffnung und eine neue Perspektive geben.

Heiterkeit erlauben

Lachen ist gesund, das weiß jedes Kind. Und auch in der Trauerzeit kann es unheimlich befreiend und heilend sein, einfach einmal loszulachen. Erinnern Sie sich ruhig an die witzigen Momente mit dem Verstorbenen zurück. Und trauen Sie sich, auch mit anderen Angehörigen wieder zusammen zu lachen. Manchmal fängt man in den ungünstigsten Momenten an zu lachen. Schämen Sie sich nicht dafür. Auch dies ist eine Strategie Ihres Körpers, um den Schmerz zu ertragen. Bedenken Sie: Wenn Sie lachen, zeigt das nicht, dass Sie nicht trauern – nur, dass Sie leben!

Gemeinsam trauern

Suchen Sie in der Trauerzeit die Gemeinschaft zu Ihren Verwandten und anderen Angehörigen. Trauern Sie gemeinsam – auf Ihre ganz persönliche Art und Weise! Reden Sie über den Verstorbenen und lassen Sie die gemeinsam verbrachte Zeit Revue passieren. Solch eine Zeit kann eine Familie wieder näher zusammenbringen.

Über den Toten sprechen

Reden Sie unbedingt auch mit Außenstehenden über den Verstorbenen: Was war er für ein Mensch? Was haben Sie an ihm geliebt? Und was hat Sie wahnsinnig gemacht? Erzählen ist ein ganz elementarer Bestandteil von Trauer. Und die Sichtweise eines anderen wirft oftmals ein ganz neues, spannendes Licht auf den Verstorbenen.

Loslassen

Wenn Sie den Verstorbenen loslassen, erfahren Sie möglicherweise ein ganz neues Gefühl der Freiheit. Versuchen Sie es einmal, indem Sie ihm ganz bewusst sagen: „Ich lasse dich gehen.“ Das kann ungemein helfen. Doch auch wenn Sie ihn noch nicht gehen lassen können: Sie brauchen sich keinen Druck zu machen. Sie müssen nicht loslassen. Sie dürfen auch festhalten.

 

Wir sind für Sie da

Es gibt nicht „die" Trauer. Sie ist immer individuell. Jeder lebt und erlebt die Trauer anders. Trauer ist weder eine Erkrankung, noch eine psychische Störung. Trauer ist eine ganz normale Reaktion des Menschen auf eine Verlusterfahrung. Wir lassen Sie mit Ihrer Trauer nicht alleine und möchten Ihnen die persönliche Abschiednahme ermöglichen. Auch nach der Beerdigung sind wir an Ihrer Seite. Sie können uns jederzeit anrufen oder aufsuchen. Vertrauen Sie uns: Kommt es zu einem Trauerfall in Ihrer Familie, sind wir für Sie da 05221-1769230 – als Berater in allen Fragen der Bestattung, als Begleiter in der schweren Trauerzeit.

Respekt und Würde im Umgang mit den Verstorbenen und den Angehörigen sind die Eckpfeiler unserer Firmenphilosophie. Unsere Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, sich alle Zeit zu nehmen, die man braucht. Denn auch wenn in den ersten Tagen der Verlust zu übermächtig ist, wächst doch langsam eine Vorstellung davon, auf welche Weise man dem geliebten Menschen Lebewohl sagen möchte.

Alles hat seine Zeit.


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