Rituale

Foto: Rituale  | Bestattungshaus ZEITLOS Herford

Würdevolle Abschiednahme mit dem Bestattungshaus Zeitlos Herford


Rituale, die das Abschiednehmen erleichtern

Offene Aufbahrung / Bestattungshaus Zeitlos Herford

DIE OFFENE AUFBAHRUNG

Die Aufbahrung eines verstorbenen Menschen ist für die Angehörigen ein besonders emotionaler Moment, da die Endlichkeit des Lebens auf einmal greifbar wird. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeiten der Aufbahrung im geschlossenen oder offenen Sarg. Sie werden begleitet durch Worte, Gedanken, Gefühle und bei der offenen Aufbahrung auch durch letzte Berührungen. Für die Trauerbewältigung kann es sehr hilfreich sein, sich von Angesicht zu Angesicht am offenen Sarg von einem lieben Menschen zu verabschieden.

Wir sorgen für die Gestaltung einer würdevollen Aufbahrung und der entsprechenden Atmosphäre.

Wir legen viel Wert auf das respektvolle Einbetten, die hygienische Versorgung, das Einkleiden des/der Verstorbenen nach Wunsch sowie die angemessene Gestaltung der entsprechenden Räumlichkeit. Für individuelle Wünsche sind wir gerne offen.

 

 

HAUSAUFBAHRUNG

Wenn die Familie diese Zeit noch ausdehnen möchte, können wir auch bis zum nächsten Tag warten, bevor wir den gestorbenen Menschen zu uns ins Bestattungshaus bringen. Für die Hausaufbahrung stellen wir unsere mobile Bettkühlung kostenlos zur Verfügung.

Gern kommen wir schon in den ersten Stunden ins Trauerhaus und richten alles so her, dass Sie sich unbesorgt auf diese Erfahrung einlassen können. Insbesondere für die Kinder ist es wertvoll, wenn sie sich alle miteinander genug Zeit lassen. Beisammen zu sein und den gestorbenen Menschen noch in die Mitte zu nehmen, kann sehr tröstlich und stärkend für die kommenden Tage sein.

 

 

AUFBAHRUNG IM OFFENEN SARG IM BESTATTUNGSHAUS

Nachdem wir die Verstorbenen in den Sarg gebettet haben, erleben wir eine ganz friedliche Situation, die sehr beruhigend ist.

In unserem wohnlichen Abschiedsraum können Sie sich selbst davon überzeugen, wie sehr dieser Eindruck dazu beitragen kann, den Tod eines geliebten Menschen annehmen zu können. Sie haben dafür so viel Zeit, wie Sie möchten.

Dinge, die noch gesagt werden sollten - in Gedanken oder Worten - können hier noch ausgesprochen werden. Vielleicht wollen Sie Blumen, ein Bild, einen Brief oder sonst irgend etwas in den Sarg legen. Noch einmal den geliebten Menschen sehen, womöglich gar berühren können, hilft uns, den Tod zu "begreifen". Sie müssen sich keiner Fantasie überlassen. Sie sehen das letzte Bild mit eigenen Augen. Und es ist ein friedliches.

 

 

AUSSEGNUNG

Menschen christlichen Glaubens finden Hoffnung und Trost in der Aussegnung der Toten. Ein Pastor, eine Pastorin, erteilt dem Verstorbenen den Segen Gottes für den weiteren Weg. Dies wird entweder noch am Totenbett vollzogen oder aber bei der Aufbahrung im Bestattungshaus.

Eingebettet in eine kleine Zeremonie und Momente der Besinnung erfährt die Familie, dass Gottes Liebe mit dem Tod nicht endet.

 

Selbstverständlich stellen wir unser Vorgehen gern darauf ab, dass Sie dies in Ruhe erleben können.

Trauerrituale in anderen Kulturen

Bestattung im Christentum

Die Begleitung von Sterbenden und Trauernden, die Sorge um die Toten und die Gestaltung der Beerdigungsliturgie von der Begräbnismesse bis zum letzten Geleit waren und sind für die Kirche immer ein deutliches Zeichen gelebten und bezeugten Glaubens.  Bei den Katholiken gibt es in manchen Regionen am Tag vor der Bestattung ein Totengebet in der Kirche, das meist von der Nachbarschaft organisiert oder in Verbindung mit einer Messe abgehalten wird. Am Beerdigungstag geht der Beisetzung eine katholische Messe oder ein evangelischer Gottesdienst voraus. Im Trauerzug wird der Sarg dann von der Kirche zum Friedhof begleitet und zum Grab getragen. Das Glockenläuten und die Worte am Grab sollen die Seele begleiten und der Trauerbewältigung dienen.

 

Bestattung im Islam

Im Islam ist die Bestattung mit zahlreichen Einzelvorschriften verbunden, deren Unterlassung als Sünde gilt. Nach dem Beerdigungsgebet und der rituellen Waschung soll der Leichnam in Leintücher gewickelt möglichst noch am Todestag auf einem muslimischen Gräberfeld beerdigt werden.  Zum Leichenzug gehören traditionell nur Männer. Das Tragen der Bahre ist eine Ehre, nach der Überlieferung bewirkt es Sündenvergebung. Der Tote wird bei der Grablegung auf die rechte Seite gelegt und sein Kopf in Richtung Mekka ausgerichtet. Die Anwesenden füllen die Erde in das offene Grab, bitten dabei um seine Vergebung und rezitieren Korantexte. Für gläubige Muslime ist eine Verbrennung ist nicht statthaft, ebenso wie jeglicher Grabschmuck. Außerdem darf die Totenruhe nicht mehr gestört werden. Bei den Beileidsbezeugungen halten sich Männer und Frauen an getrennten Orten auf. Frauen werden von Nachbarinnen und Verwandten versorgt, Männer lesen Korantexte und gedenken des Toten. Almosen werden verteilt. Nach etwa 40 Tagen gibt es ein Totenmahl für Freunde und Verwandte, an dem manchmal auch das ganze Dorf teilnimmt. In Deutschland kollidieren einige islamische Bestattungsbräuche wie zum Beispiel die Bestattung gleich am Sterbetag mit den rechtlichen Bestattungsregelungen. Der bei uns herrschende Sargzwang dagegen wird im Koran nicht behandelt.

Bestattung im Buddhismus

Für Buddhisten ist der Köper lediglich eine Hülle für den Geist, der jedoch mit gebührendem Respekt behandelt werden soll. Einheitliche Regelungen zur Abschiednahme bestehen nicht, da es sehr viele unterschiedliche Strömungen dieser Religion gibt. Einige bestatten Verstorbene in Fötusstellung, um für ihre Wiedergeburt die besten Voraussetzungen zu schaffen. Manche Abschiednahmen werden als fröhliche Feier mit Musik, Feuerwerk und einem Festessen begangen, während andere Feierlichkeiten eher von der Trauer um den Verstorbenen geprägt sind.Die buddhistische Glaubensrichtung lässt sowohl eine Erd- als auch eine Feuerbestattung zu. Während man in Großstädten die Verstorbenen in Hightech-Krematorien verbrennt, wird für Verstorbene in den ländlichen Gebieten auch heute noch eine Grube ausgehoben und eine Art Scheiterhaufen errichtet. Nach der Kremation werden die Knochenreste mit Hilfe zweier verschiedener Stäbchen aus Bambus bzw. Holz in eine Urne gesammelt und auf dem Friedhof unter einem Grabstein oder in der Knochenhalle eines Tempels beigesetzt, manchmal aber auch in Flüssen. Bei der Erdbestattung ist noch immer der traditionelle, kübelartige Sitzsarg gebräuchlich, in dem der Verstorbene in Hockstellung, mit dem „Paradiesseil" umwickelt, beigesetzt Die buddhistische Glaubensrichtung lässt sowohl eine Erd- als auch eine Feuerbestattung zu. Während man in Großstädten die Verstorbenen in Hightech-Krematorien verbrennt, wird für Verstorbene in den ländlichen Gebieten auch heute noch eine Grube ausgehoben und eine Art Scheiterhaufen errichtet. Nach der Kremation werden die Knochenreste mit Hilfe zweier verschiedener Stäbchen aus Bambus bzw. Holz in eine Urne gesammelt und auf dem Friedhof unter einem Grabstein oder in der Knochenhalle eines Tempels beigesetzt, manchmal aber auch in Flüssen.

Orthodoxe Bestattungen in Russland

Da die Orthodoxen an die Wiedervereinigung der Seele mit dem Körper in der Ewigkeit glauben, ist in den orthodoxen Kirchen ausschließlich die Erdbestattung erlaubt. Der Verstorbene wird gewaschen und bekleidet und die rechte Hand kreuzförmig über die linke gelegt. Man bahrt den Verstorbenen in einem mit Weihwasser besprengten Sarg mit dem Gesicht nach Osten hin auf und legt ihm eine Ikone des Erlösers in die Hände. Nach dem Lesen der sogenannten Psalter endet die Aussegnung mit dem Abschied vom Toten. Dabei verbeugen sich alle Anwesenden vor dem Sarg und küssen die Stirn des Verstorbenen. Dann bedeckt der Priester das Gesicht für immer mit einem Tuch und streut Erde darauf, bevor der Sarg geschlossen wird. Wenn der Sarg unter Gesängen in das Grab hinuntergelassen wird, halten alle brennende Kerzen in den Händen. Das liturgische Totengedächtnis wird in der Regel am ersten, fünften, siebten und vierzigsten Tag nach der Bestattung sowie jährlich am Todestag gefeiert.